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Shoppingfeeling im Städtle

Unser Shoppingfeeling-Türchen wird euch von den Einzelhändlern der Stadt Balingen präsentiert. Darauf sind wir besonders stolz, denn Petra hat sich ihre Inspiration für diese Story direkt vor ihrer Haustür, in ihrer Heimatstadt Balingen, geholt. Den kleinen Weihnachtsgruß findet ihr am Ende des Beitrags.

 

 

Kommt mit auf eine Shoppingreise, die über den Amazonas und den Bestellbutton zum kritischen Blick auf das digitale Shoppingfeeling führt. Lasst euch inspirieren – und lasst uns hinterfragen, wie viele Begegnungen und Erlebnisse uns das World Wide Web mit seinen Verführungen klaut.

 

Endlich ist sie da, die Adventszeit #imländle. Vati packt den Dekokarton aus dem Keller und die Lichterketten auf die Bäume. Wir machen uns Gedanken über unsere besinnliche To-do-Liste: das Festtagsmenü, die Weihnachtsfeier im Kindergarten, Schwiegermutters Besuch, die Schneesicherheit für den Skikurs, Spendenaktionen, Geschenke, die Feiertagsplanung, das Heiligabend-Outfit, das Weihnachtsessen mit den Kollegen, das Christbaumschlagen, das Plätzchenbacken und was eben sonst noch so ansteht.

Wir tanken auf dem Sofa Kraft

Aber das bekommen wir hin. Wie jedes Jahr. Unser Multitasking-Talent lässt uns erfahrungsgemäß nicht im Stich. Kraft tanken wir nach getaner Arbeit am Abend auf der Couch, mit Kerzle und einem Glas Rotwein auf dem Tisch.

Der Weihnachtsmarkt fühlt sich wie Heimkommen an

Den Punsch gönnen wir uns auf dem Weihnachtsmarkt. In einer Kleinstadt fühlt sich das Schlendern über den Markt wie Heimkommen an. Der Duft von gebrannten Mandeln und Tannenzweigen liegt in der Luft. Die Schaufenster der Läden sind festlich geschmückt und die Straßen strahlen im weihnachtlichen Licht. Wir treffen alte und neue Bekannte, halten einen netten Plausch, kaufen den Kids viel zu teure, aber wunderschöne Luftballons und genießen die besinnliche Atmosphäre.

Wir müssen die restlichen Geschenke besorgen

Zurück im Alltag ist es an der Zeit, die restlichen Weihnachtseinkäufe zu planen, Juniors Bestellschein auf eine vertretbare Beschaffungsmaßnahme zu kürzen und sich selbst und den Liebsten eine kleine Freude für unter den Weihnachtsbaum zu kaufen. Draußen ist es dunkel und kalt. Wir haben es uns mal wieder zum Krafttanken auf dem Sofa gemütlich gemacht. Unser Göttergatte ist bei der Weihnachtsfeier, die Kids schlafen und wir zappen durch das belanglose TV-Programm. Das Notebook steht neben dem Kerzle auf dem Tisch. Ein bisschen Surfen hat noch nie geschadet, denken wir uns, schalten den TV aus und den Laptop an.

Wir surfen durchs Netz

Wir reisen durch den Amazonas, weiter zu Brandsforfreunde und dem Westwin-Ding und landen mit prall gefülltem Einkaufskorb vor dem Bestellbutton. Binnen fünfunddreißig Minuten ist der Einkauf erledigt. Unser Shoppingdate mit der Freundin können wir getrost per WhatsApp absagen. Einpacken brauchen wir die Geschenke nicht mehr, das wird für uns und viele andere einheitlich erledigt. Das Plätzchenbacken fällt flach, die gibt’s in Premiumqualität in der Online-Kekswerkstatt.

Das virtuelle Einkaufsflair scheint verführerisch

Das sitzen wir. Allein. In unserem Wohnzimmer mit Kerzenschein und virtuellem Einkaufsflair. Wir sind einen Klick von der Befreiung vom Weihnachtsstress entfernt und gehen hoffentlich ohne Bestellbestätigung ins Bett. Warum? Weil wir uns darüber klar werden können, ob die Onlinewelt das Gefühl von Heimkommen bieten kann. Bei jener digitalen Shoppingtour sind wir zwar zu Hause – aber macht unsere Heimat nicht viel mehr aus als das Sofa in unserem Wohnzimmer? Wie viele Begegnungen und Erlebnisse klaut uns die World-Wide-Web-Bequemlichkeit?

Das Lädeln durchs Städtle ist Heimat und Begegnung

Lasst uns mit diesen Gedanken einen Blick auf unsere To-do-Liste werfen. Wäre es nicht ein feiner Zug, statt zu surfen unsere Freundin anzurufen? Wir könnten mit ihr eine Runde am Telefon quatschen, ein Date zum Plätzchenbacken mit den Kids und zum Shoppen in der Stadt ausmachen. Im dicken Wintermantel, mit Wollmütze und Einkaufstasche lädeln wir dann wenige Tage später durch die Gassen. Wir lassen uns beraten, kaufen ein und wärmen uns in einem Café mit heißem Tee und vertrauten Gesprächen auf. Zu Hause verstecken wir die errungenen Schätze blitzschnell vor den Kindern. Wenn sie tief und fest schlafen,  genießen wir mit unseren Männern das Geschenkverpack-Fieber. Die können übrigens auch zum Weihnachtseinkauf in die Stadt. Ein Glück, dass der eine Laden ihrer Wahl am Weihnachtsmorgen offen hat.

Vielleicht ist die besinnliche Zeit die beste Zeit, um das Shoppingfeeling in der Onlinewelt zu hinterfragen

Mich selbst hat vor einigen Wochen ein Gespräch mit einem Einzelhändler dazu gebracht. Dabei wurde mir bewusst, wie sehr die regionalen Händler kämpfen, um der Konsumflut der digitalen Welt standzuhalten. Wenige Stunden später surfte ich fröhlich durchs Web und füllte rabattgeil meinen Warenkorb. Irgendwann hielt ich inne und dachte: Geht’s noch?

Ich habe mich selbst auf frischer Tat bei der World-Wide-Web-Bequemlichkeit ertappt – und den Bestellbutton nicht geklickt

Stattdessen habe ich den Entschluss gefasst, dass eine Story darüber in den #imländle-Adventskalender muss, und mir nebenbei kräftig auf die Finger gehauen. Denn eins ist klar: Städte wie meine Heimatstadt Balingen, die trotz digitaler Konsumflut immer noch schöner und vielfältiger werden, sind kleine Juwele, die unsere volle Anerkennung und unseren Einkauf verdienen. Jenseits von Kaufhäusern und Großstadthetze und weit weg vom Mainstream fühlt sich das Lädeln in unserer Heimat obendrein echt und gut an.

Lasst uns das Weihnachtsshopping zelebrieren und die besinnliche Zeit nicht allein vor dem Notebook, sondern im Städtle genießen.

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