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Vom Sandstrand in die rauen Berge: ein Roadtrip durch Wales

Das Abenteuer Roadtrip ist perfekt für Leute, die gerne flexibel und unabhängig unterwegs sind und sich über kleine Schönheiten am Wegesrand freuen. Und über den Kontakt mit Fremden, die meistens unheimlich nett und manchmal auch ein bisschen speziell sind. Perfekt für mich.

Wales ist wie gemacht für einen Roadtrip

Wer noch nie einen Roadtrip gemacht hat, findet in Wales beste Bedingungen für den Einstieg: Das Land ist übersichtlich, die Entfernungen sind kurz und es gibt zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten, die außerhalb der Hauptsaison auch sehr kurzfristig verfügbar sind. Wir waren im Mai unterwegs und haben meist nur einen oder zwei Tage im Voraus gebucht, entweder direkt über die jeweilige Website oder auf einem der bekannten Buchungsportale. Für Wohnmobilurlauber gibt es ausgewiesene Stellplätze, in Wales kann man also auch gut einen entspannten Roadtrip mit der Familie machen.

Gut zu wissen: Nicht in allen Bed and Breakfasts hat jedes Zimmer ein eigenes Bad. Wer darauf Wert legt, sollte auf den Hinweis „en suite“ (mit Bad) achten.

Natur, wohin man schaut

Die Autobahn endet kurz hinter Swansea. Danach ist man auf den Landstraßen von Wales’ wunderschöner Natur umgeben (die man sich übrigens einmal rund um die Küste erwandern kann). Sobald man sich daran gewöhnt hat, auf der „falschen“ Seite zu fahren, heißt es also: Augen auf und genießen. Auf den schmalen Wegen zwischen den hoch bewachsenen Feldern navigiert in einem deutschen Auto übrigens am besten der Beifahrer – nur er kann um die engen Kurven schauen.

Die Waliser haben wir als herzlich und aufgeschlossen erlebt. Gerüchteweise sprechen nicht wenige von ihnen walisisch, auch wenn alle, die wir gefragt haben, zufällig nicht dazugehörten. Dabei hätten wir gerne waschechtes Walisisch gehört.

Entspannter Trubel: Cardiff

Cardiff ist eine junge, lebendige Stadt, in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eine spannende Verbindung eingehen. Das mittelalterliche Cardiff Castle mitten im Zentrum ist von außen wie von innen sehenswert. Hier kann man Stunden verbringen, ohne sich zu langweilen, und erfährt nebenbei jede Menge Wissenswertes über die walisische Geschichte. Danach kann man in den edwardianischen und viktorianischen Arkaden bummeln gehen. Oder man schaut am Hafen vorbei. Das rundum erneuerte Viertel, in dem sich unter anderem das Wales Millenium Centre und der Mermaid Quay befinden, bietet jede Menge Gelegenheiten für eine entspannte Auszeit am Wasser.

Genießen: veganes Frühstück im Anna Loka. Das Frühstückangebot ist genial und sättigt bis zum Abendessen. Vor allem, wenn man noch einen der köstlichen Kuchen nachschiebt.

Idylle pur im verträumten Südwesten: Pembrokeshire

Wales’ Südwesten ist ruhig und idyllisch, ein Traum für Wanderer. Im Pembrokeshire-Coast-Nationalpark lockt eine wunderschöne Wanderstrecke. Sie beginnt auf dem Parkplatz in Bosherston an einem gigantischen Seerosenteich und führt durch Wald und Wiesen zu den zerklüfteten, steil abfallenden Klippen der Südküste. Dort liegt die bekannte Bucht Barafundle Bay, einer der wunderschönen walisischen Strände mit fast schon karibischem Flair. Dahinter führt ein Pfad durch einen zauberhaften kleinen Feenwald.
Sehr schön ist auch der Abschnitt auf dem Pembrokeshire Coast Path zwischen Trefin und Abereiddy. Dort gibt es eine blaue Lagune, die uns leider entgangen ist.

Tipp: Auf dem Weg von Cardiff nach Pembrokeshire lohnt sich ein Abstecher auf die Halbinsel Gower zu Three Cliffs Bay und Rhossili Beach.

Genießen: Das indische Restaurant in St. Davids – der Ort mit der berühmten Kathedrale – ist eine kulinarische Offenbarung (Achtung, scharf).

Übernachten: im Cuffern Manor in Haverfordwest. Jayne und Julian sind entzückende Gastgeber, und wenn sie euch mögen, lassen sie euch vielleicht die Enten in ihrem Steingarten besuchen.

Das wilde grüne Herz von Wales: Snowdonia

Der Nationalpark Snowdonia gilt vielen Walisern als Sehnsuchtsort. Die meisten Touristen wandern auf den Snowdon, den höchsten Berg in Wales (oder lassen sich von der Bahn hinaufbringen). Wir haben uns für Cadair Idris, einen der kleineren Bergbrüder, entschieden. Der Aufstieg ist supersteil und oft unübersichtlich, lohnt sich aber: Zwischen den Gipfeln liegt ein Bergsee, in dem man bei schönem Wetter sicher auch baden kann. An unserem Wandertag hat es leider in Strömen geregnet. Dabei hatten wir uns vor dem Aufstieg noch mit UV-Blocker eingecremt, weil die Sonne so stach …

Ganz wichtig: Vor jedem Trip in die Berge die Wetterlage prüfen, denn bei schlechter Sicht ist der Aufstieg gefährlich.

Übernachten: bei Phil im Vegetarian Bed & Breakfast. Die Pension liegt in einem Nest im Nirgendwo von Westwales, nachts blöken die Schafe und nebenan wohnt eine charmante Ziege. Phil kennt alle Wandermöglichkeiten und hat auch sonst viel Interessantes zu erzählen.

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