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Von Akne, Wirkstoffen und Erfolgen

Mitte Januar fahre ich mit den Damen vom Kosmetikstudio Art of Beauty nach München. Wir besuchen gemeinsam eine Schulung von DC Cosmeceuticals. Warum? Weil ich wissen will, was in den kleinen Fläschchen steckt, die seit einigen Monaten in meinem Badezimmer stehen. Über meine ersten Erfahrungen mit der Pflegeserie habe ich berichtet, lasst uns mit diesem Beitrag zu den Wirkstoffen der Hautkosmetik abtauchen und mehr über die Hintergründe erfahren.

Als wir vor der Altbauvilla in einem Münchner Stadtteil parken, ahne ich nicht, wie viele medizinische Fachbegriffe mir heute um die Ohren fliegen werden. Wie wenig ich über Akne weiß, wird mir im Laufe des Vormittags bewusst, denn sie ist das Thema der heutigen Schulung. Eine von vielen, die Nadine und Vanessa von Art of Beauty besucht haben. Der Kursus findet in einem Kosmetikstudio statt. Frau Abraham, die Inhaberin von DC, begrüßt uns, wir nehmen in einer der Stuhlreihen vor dem Beamer Platz und es geht direkt ans Eingemachte. Ich verstehe erst mal nur Bahnhof und nur im Ansatz, wie Akne entsteht: Hormone beeinflussen die Aktivität der Hornzellen und Talgdrüsen. Der Talgfluss ist behindert, es entsprießt ein Komedo und somit die Akne. Dann entgleise ich wieder, höre etwas von Oleanolsäure, die die damit verbundene 5-Alpha-Reduktase hemmt, die Androgene blockt und somit die zukünftige Aknestörung minimiert. Und genau diese Säure ist im Impure-Gel, einem der DC-Produkte, enthalten. Die Kosmetiker/innen schreiben mit, diskutieren, nicken beipflichtend und scheinen ganz genau zu verstehen, um was es hier geht.

Als Frau Abraham uns Bilder von akuter Akne zeigt, werde ich nachdenklich.

Ich erinnere mich an meinen letzten dicken Herpes auf der Oberlippe. Wenn mein Immunsystem streikt, wuchern die lästigen Bläschen auf meinen Lippen und ich versinke nebenher im Erdboden. Na gut, ich bleibe stehen, trotzdem begleitet mich das ungute Gefühl, dass jeder, der mit mir spricht, an meinen Lippen hängt respektive nichts anders als das fette, juckende Teil in meinem Gesicht wahrnimmt. Wie fühlt es sich an, wenn die Haut mit Entzündungen übersät ist? Welche Einschränkungen muss man ertragen und mit welchen Reaktionen hat man zu kämpfen? Die Jugendakne erscheint mir besonders fies. Gerade während dieser Entwicklungsphase, in der wir uns auf den ersten Selbstfindungstrip wagen, ist die Hauterkrankung ganz bestimmt ein verdammt mieser Wegbegleiter. Während ich nachsinne, erläutert Frau Abraham alle Aknearten, die Ursachen und Fehlbehandlungen, die richtigen Wirkstoffe und die passenden DC-Produkte. Laut der Expertin können selbst bei ausgeprägter Akne Erfolge erzielt werden. Diese Ansage ist meines Erachtens eine große Nummer. Vor allem wenn man bedenkt, wie viel eine gesündere Haut für Betroffene bedeuten kann.

Nach einer kurzen Mittagspause geht es weiter: Von Akne über Lupus und Rosazea bis hin zur Pigmentierung wird alles durchgenommen.

Für jedes Hautproblem gibt es eine Empfehlung für die Kabinenbehandlung (so nennt man die Kosmetikbehandlung im Studio) sowie für die Pflege zu Hause. An einem bildlichen Beispiel wird eine Kundin mit Rosazea gezeigt, vom Anfang der Behandlung bis heute. Das Ergebnis ist bemerkenswert und zeigt eindeutig, was die DC-Produkte bewirken können.

Dann tauchen wir nach viel Theorie in die Praxis auf.

Vanessa bekommt eine sogenannte Schälung. Die nennt man Stufe drei. Neben der Pflege, die zu Hause angewandt wird, gehört der regelmäßige Gang in die „Kosmetikkabine“ einfach mit dazu, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Als ich zuschaue, wie Vani auf dem Behandlungsstuhl verwöhnt wird, bin ich ein bisschen neidisch. Ich glaube, das gönne ich mir auch mal wieder. Vor allem, nachdem ich wieder ein bisschen mehr verstanden habe, dass die Wirkstoffe von DC der Haut helfen, sich selbst zu helfen. Diesen Gedanken finde ich großartig, egal ob Problemhaut oder nicht.

Zu guter Letzt bekommen die Teilnehmer einen dicken Ordner mit allen Informationen. Ich will keinen. Nadine und Vanessa wirken den kompletten Schulungstag über hochkonzentriert, schreiben fleißig mit und fragen ständig irgendwelche wichtigen Sachen nach, die ich nicht verstanden habe. Streber! Aber das ist ja gut so. Sollte ich Fragen haben, weiß ich, wer mir zu Hause helfen kann. Am frühen Abend verabschieden wir uns und fahren zurück Richtung Heimat. Ich hätte damit rechnen müssen, dass die Damen auf der Rückfahrt fleißig weiter über Zellen, Wirkstoffe, Produkte und Dosierungen diskutieren. Ich glaube, das nennt man Leidenschaft.

Mir reicht es für heute.

Ich schließe die Augen, stelle mir vor, wie ich bei Art of Beauty auf dem weichen Behandlungssessel unter der Decke liege. Im Hintergrund läuft leise Musik, auf meinem Gesicht wirkt eine kühle Maske und ich döse selig und tiefenentspannt vor mich hin. Irgendwo zwischen München und Ulm schlafe ich auf der Rückbank ein.

Was für ein anstrengender und guter Tag. Danke fürs Miterleben, liebe Nadine und Vanessa.

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