Bleib in Verbindung

    Reingschmeckte #imländle: Wie fühlt es sich an?

    Reingschmeckte #imländle: Wie fühlt es sich an?

    Wie fühlt es sich an, als Reingschmeckte mitten unter uns Schwaben zu leben? Was fühlt sich gut an, wann kommt das Heimweh hoch und wie verhält es sich mit der schwäbischen Sprachkultur? Petra hat ihre Kollegin Stefanie unter die Lupe genommen und das „Rügenkind“ zum Leben #imländle befragt.

     

    Meine Kollegin, die Stefanie Ehlers, kennen die meisten von euch. Sie ist unsere Videoreporterin und wir sind viel gemeinsam unterwegs. Stefanie dreht und schneidet, was das Zeug hält, und das meiner Ansicht nach extrem gut. An Drehtagen lernen wir interessante Menschen kennen, erleben Neues und erfahren bei den Interviews vieles über die Hintergründe, Schicksale und Gegebenheiten. Stefanie hält ihre Kamera aufs Geschehen und ich das Mikro in der Hand.

    Allerdings versteht Frau Ehlers nicht alles von dem, was sie aufnimmt

    Das liegt weniger am fehlenden IQ (der ist recht ausgeprägt) als vielmehr an unserem schwäbischen Dialekt. Stefanie ist eine Reingschmeckte. Ihre Heimat ist die Insel Rügen. Seit über zwei Jahren lebt sie in ihrer Wahlheimat Tübingen, seit Mai 2017 arbeitet sie #imländle.

    Am meisten fehlen ihr das Meer, der Strand und die Weite. Viele von uns kennen das Gefühl von Freiheit, wenn wir am Strand stehen und aufs Meer blicken. An unsere hügelige Landschaft, die sich für uns Einheimische sehr wohl nach Freiheit anfühlt, nur eben a bisserl anders, muss man sich anscheinend gewöhnen.

    Unser Essen ist lecker. Das steht außer Frage

    Die schwäbische Kulinarik hingegen bedarf laut Steffi kaum Gewöhnungszeit: Spätzle mit Soß, Maultaschen und Zwiebelrostbraten sind eine feine Sache. Das kann die 29- Jährige voller Überzeugung bestätigen. Auch sonst schätzt sie vieles in unserer Region.

    Der Dialekt ist seltsam

    Aber dieser seltsame Dialekt mit den vielen „sch“ und „le“, der für unsereins selbsterklärend ist, bringt sie manchmal eben an ihre Grenzen. Als Integrationsübung hat Steffi ihr „ne“ durch „gell“ ersetzt; das klappt mittlerweile recht gut. Auf die Frage, wie wir Schwaben sind, antwortet sie mit einem Lächeln: „Ihr seid uns Nordlichtern recht ähnlich. Manchmal etwas rauer. Anfangs verhalten und irgendwann, wenn’s passt, Freunde fürs Leben.“ Das hören wir doch gerne, ne?

    Kennt ihr Reingschmeckte?

    Wie viele Reingschmeckte #imländle ordentlich zuhören, manchmal aber nur die Hälfte verstehen, weiß ich nicht. Durch meine Kollegin wird mir bewusst, dass die Selbstverständlichkeit, mit der wir losschwätzet, für manch Zugezogenen eine Herausforderung ist. Kennt ihr Reingschmeckte oder seid ihr vielleicht selbst nicht von hier? Wie fühlt sich das Leben mit der schwäbischen Sprachkultur an und wie wohl fühlt ihr euch auf dem Flecka Erde, der eure Wahlheimat ist? Erzählt mal.

    Mir bleibt zum Schluss nur eines zu sagen:

    Wenns au aubacha Schwäbisch isch, haltet durch, mr strenged uns a.

     

     

     

    Kommentar verfassen

    Werde als Erste/er per E-Mail über die neusten Blogartikel informiert

    Bei Instagram gibt´s für dich den Blick hinter die Kulissen

    Something is wrong.
    Instagram token error.

    Lust auf mehr Video? Abonniere unseren Youtube Kanal

    ×
    %d Bloggern gefällt das: