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Was ist Capoeira?


#imländle-Burger bei StreetFood CASA

Meine (Arbeits-)Zeit in einem Imbiss ist fast schon verjährt, hat sich aber in mein Gedächtnis gebrannt wie knuspriges Kebabfleisch. Anfang zwanzig, rebellisch ohne Ende und auf dem Weg, die Welt zu erobern, blieb ich im Jahr 2002 für einige Monate auf der Partyinsel Mallorca hängen. Mitten in der Sommersaison stand ich am frühen Morgen, kurz vor elf, voller Tatendrang in der knallenden Augustsonne vor meinem Billig-Hostel. Die Jobsuche konnte beginnen.  Erhobenen Hauptes, ohne Spanischkenntnisse und in bester Urlaubslaune lief ich durch die Gassen am Ballermann. Bei jeder Kneipe fragte ich nach Arbeit. Da die schlecht bezahlten Kellnerjobs schon lange an erfahrene Inselleute vergeben waren, ging ich bis zum Balneario 9 leer aus. Dort wurde ich mit hochrotem Kopf und völlig verschwitzt endlich fündig, allerdings nicht als Bartante. Die einzige Arbeitsstelle war in einem kleinen Eckimbiss an vorderster Front einer spanischen Cocktailbar zu vergeben. So what! Ein paar Würstle zu grillen und Kebabs zu füllen dürfte kein Problem sein. Am nächsten Abend ging meine erste Schicht los. Gearbeitet wurde von abends um 19 Uhr bis morgens um 5 Uhr. Pro Stunde bekam ich 3,50 Euro.
Eines war schnell klar: Das, was ich da tat, war ein Knochenjob.
Das spritzende Fett, die Hitze, die körperliche Arbeit, der Geruch und die grölenden Kegelclubkameraden waren eine anstrengende Mischung, das kann ich euch sagen.  Ich weiß noch, wie eines Nachts mitten im Hochbetrieb (Besoffene werden alle zur gleichen Zeit hungrig) ein Bekannter aus Balingen vor meinem Kebabhäusle stand. Mit der Grillzange in der Hand und Fettpickeln im Gesicht wäre ich am liebsten im spanischen Erdboden versunken. Stattdessen machte ich sein Würstle fertig und er grinste.  Nach sechs Wochen durfte ich raus aus der Hütte und rein in den Barbetrieb. Die Arbeit mit den Sangria-Eimern fühlte sich nach dieser Erfahrung wie Ferien an.
Mehr als fünfzehn Jahre später lerne ich die Mädels von StreetFood Casa kennen.
Seit Ende 2016 fahren sie mit ihrem Foodtruck durchs Ländle und verkaufen selbstgemachte Burger. Mit heimischen Zutaten, geschmackvollen Kombinationen und ihrer extrem sympathischer Art haben sich Carmen und Sabrina in kürzester Zeit eine beträchtliche Fangemeinde aufgebaut. Sie sind an festen Standplätzen mit ihrem Truck vertreten und werden für Veranstaltungen, Hochzeiten und andere Events gebucht.
Als ich die Damen in ihrer Homebase besuche, staune ich nicht schlecht.
Neben dem Office gibt’s eine große Küche, einen Kühlraum und ein Lager. Darin steht in einer Ecke ein Bett. „Kann vorkommen, dass wir hier pennen“, sagt Sabrina, die ältere Schwester. „Manchmal ist die Heimfahrt von einer Veranstaltung ziemlich lang. Wenn wir hier ankommen, putzen wir erst mal drei Stunden den Truck. Das kann schon mal bis in die späte Nacht gehen.“ Ich schlucke. Drei Stunden. Das ist eine lange Zeit. Neben dem Brutzeln, Verkaufen und Putzen gibt’s für die zwei noch all das zu tun, worum sich Unternehmer eben kümmern müssen: die betriebswirtschaftlichen Belange, der Einkauf, das Marketing und sonst noch so einiges. Auf Malle war das anders. Nach getaner Arbeit konnte ich mich selbst bemitleiden, mich ausruhen oder in den geheimen After-Work-Clubs der Insel noch eine Runde tanzen gehen.
Carmen und Sabrina haben meine größte Hochachtung verdient.
Es ist der Hammer, was sie binnen kürzester Zeit mit ihrer Idee von gutem Essen und zeitgemäßer Verköstigung auf die Beine gestellt haben. Und ich platze nebenher fast vor Stolz. Mit diesem Beitrag darf meine Wenigkeit den Startschuss für unser gemeinsames kleines, extrem feines Projekt geben. Und ich hoffe wirklich, dass er im ganzen Ländle gehört, gesehen und vor allem geschmeckt wird:

Der #imländle-Burger

Beim Probeessen war ich begeistert. Mein Fazit: Wenn sie sonst keiner will, ich esse sie alle! Der Burger ist lecker, würzig und geschmackvoll. Die saftigen Maultaschen von einer heimischen Metzgerei sind mit Weiß- und Rotkraut, Cocktailsoße und Röstzwiebeln verfeinert. Es gibt eine normale und eine scharfe Variante. Egal worauf die Wahl fällt, die Geschmacksexplosion des #imländle-Burgers ist alles andere als normal. Das Prachtstück kostet 6 Euro – ein stolzer Preis, der mit Blick auf die Herkunft der Zutaten und den guten Zweck angemessen ist: Für jeden verkauften Burger gehen 50 Cent in ein Kässle (das hoffentlich bald eine Kasse ist). Sobald ein nennenswerter Betrag zusammengekommen ist, spenden wir diesen an eine gemeinnützige Organisation. Wir wollen mit dieser Aktion eine wirtschaftlich schwache Familie oder eine Organisation für Kinder unterstützen und freuen uns schon heute über Tipps und Ideen.
Jetzt feiert der Burger Premiere.
Den #imländle Burger gibt’s ab Montag, den 12.06.2017 zu genießen. Den aktuellen Tourenplan von StreetFood Casa findet ihr hier. Lasst es euch schmecken und noch viel wichtiger: Meldet zurück, wie die Maultaschen-Geschmacksexplosion eure schwäbischen Sinne zum Ausrasten gebracht hat.

 

Kommt in die heiligen Hallen von StreetFood Casa: In Snapchat-Aufnahmen aus vergangenen Tagen erlebt ihr die Taufe des #imländle-Burgers.

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