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Was ist Capoeira?


Vom Straßenköter zum Feinschmecker

Vom Straßenköter zum Feinschmecker

 

 

 

 

Mein Hund Luna war früher ein spanischer Streuner. Wie lange sie auf den Straßen von Alicante lebte, ob sie jemals ein Zuhause hatte und wie sie sich durchgeschlagen hat, weiß keiner. Manchmal stelle ich mir vor, wie sie in der Küstenstadt durch die engen, gepflasterten Gassen gestreunt ist und in den Hinterhöfen der Tapas-Bars nach Fressen gesucht hat. Ob sie oft verscheucht wurde? Manch einer Mitleid hatte? Sie mit anderen Kötern unterwegs oder ein Einzelgänger war?

Antworten bekomme ich von ihr keine.

Die Leute im Tierheim erzählten, dass ein spanisches Ehepaar den kleinen Hund in einem Straßengraben gefunden hat. Abgemagert, verlaust, verwundet und bereit zum Sterben kauerte Luna im Dreck. Die Frau zog sie heraus, wickelte sie in ein Tuch und fuhr sie in eine Auffangstation am Rande der Stadt. Wie lange Lunchen dort mit anderen Leidensgenossen lebte, weiß ich nicht. Irgendwann hatte sie Glück und wurde in ein Tierheim nach Essen vermittelt. In einem alten klapprigen VW-Kombi und mit fünf anderen Hunden reiste die kleine Hündin in Deutschland ein.

Als ich sie im Tierheim das erste Mal sah, war sie topfit und gut im Futter. Lediglich eine rote, haarlose Stelle über ihrer schwarzen Schnauze verriet, dass sie eine unschöne Vergangenheit auf ihrem Hunderücken trug. Sie steckte ihr Näschen in der überfüllten Auffangstation wohl stundenlang durch ein Gitter, solange bis es wund war. In der Hoffnung auf Freiheit und ein besseres Hundeleben.

Bei genauem Hinschauen kann man heute, ungefähr acht Jahre später, noch immer eine leichte Röte erkennen. Ansonsten genießt sie nun schon fast ein Jahrzehnt den Luxus unserer Wohlstandsgesellschaft. Der Jack-Russel-Mix ist ein bekennender Sofahund. Besuchte in jungen Jahren die Hundeschule und ist mittlerweile vom Frauchen wieder leicht verzogen worden. Sie will immer dabei sein, liebt ausgiebige Spaziergänge genauso wie Kuschelrunden und wird langsam grau um die Schnauze.

Mein Hund war ein Discount-Fresser.

Luna gehört zu mir wie die Butter auf das Brot. Auch wenn ich eingestehen muss, dass ich mir über ihr Futter bisher wenig Gedanken gemacht habe. Luna bekam immer Trockenfutter. Eine Zeitlang versorgte ich sie mit hochpreisiger Premiumqualität. Dann wurde sie schleckig. Ich versuchte es mit einer Discountalternative. Der Hund fraß. Für mich war es okay. Ob die Wahl die richtige war, nur weil es Lunchen wieder schmeckte? Fettiges Fastfood ist manchmal einfach geiler als Bio und Gourmet. An randvolle Container mit tonnenweise teils verpacktem Rest- und Gammelfleisch, das mein Hund gepresst zum Fressen gern hat, dachte ich dabei nicht. Tierische Nebenerzeugnisse eben. Das sind jene, die für den Menschen ungenießbar, in der Verarbeitung von Tiernahrung jedoch erlaubt sind.

Mittlerweile habe ich mich informiert: Es können Hufe, Hirn, Federn, Schlachtabfälle, Gedärme, Drüsensekrete, Hormone aus Fruchtblasen oder Blut sein, um eine kleine Auswahl zu nennen. Auf Lunas alter Futtertüte steht unter anderem: Getreide, Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse. Auch wenn’s legal ist, bei der Vorstellung, was das alles sein kann, könnte ich kotzen.

Luna, I am sorry!

Seit wenigen Wochen ist mein Hund übrigens weg von dem Zeug und entwickelt sich zu einem wahren Feinschmecker. Zu verdanken habe ich meine Erkenntnis und Lunas Fressensglück der Anna.

Gemeinsam mit ihrer Mutter Angelika macht sie die Tierfutterwelt ein leckeres Stück besser. Ihre Mum war es, die bei ihrer Arbeit als Tierheilpraktikerin feststellte, dass ihre vierpfotigen Patienten mit gesundheitlichen Problemen kämpften, die nicht selten auf die Fütterung mit industriell gefertigten Futtermitteln zurückzuführen war. Sie heizte den Herd und ihren Sinn für gesundes Essen an und kochte los. Es wäre ja gelacht, wenn Frau das Problem nicht in den Griff bekommen würde. Die Patientenbesitzer bekamen Rezepte zum Nachkochen und Futterempfehlungen mit nach Hause. Und siehe da, viele von ihnen kamen zurück und erzählten, wie viel besser es ihren Tieren ging. Mich wundert das mit meinem neuen Wissensstand übrigens überhaupt nicht.

Im Jahr 2002 gründete Angelika Stifel die Tierfuttermanufaktur Auenland- Konzept KG.  Seit Beginn steht das Unternehmen für durchdachte Rezepturen mit naturbelassenen und frischen Zutaten, möglichst aus biologischer Landwirtschaft sowie eigener Herstellung. Mitterweile ist Tochter Anna mit eingestiegen und das kleine Familienunternehmen bezog in Binsdorf neue Räumlichkeiten. Die vier- und zweibeinige Fangemeinde wächst ständig. Viele bestellen das Futter für ihre Pferde, Katzen und Hunde online, andere kaufen es direkt im Binsdorfer Laden.

Ein Ernährungsplan muss her.

In diesem Laden stehe ich leidiger Fastfood-Junkie vor einigen Wochen und staune nicht schlecht. Nebst ausgesuchten Accessoires und dem Futter gibt es einen Hundefriseursalon, regelmäßige „Kummerstunden“, gemeinsame Gassirunden und eine persönliche Ernährungsberatung. Mit Fragebogen, wohlgemerkt.

Etwas unbeholfen lasse ich mich auf die Fragen ein und antworte Anna. Lunchen wird gewogen und wir stellen gemeinsam ein Starterpaket zusammen. Mit Dosenfutter, Alpenmüsli, Pulver für den Magen und die Gelenke sowie Knabberherzen. Bei den Herzen runzle ich die Stirn. Wir können die Dogs auch vermenschlichen, vielleicht noch ein Sahnehäubchen obendrauf? Anna lacht, als ich ihr sage, was ich denke. Als die junge Frau mir erklärt, dass der Happen zwischendurch wichtig für Lunas Magensäure sei, halte ich die Klappe. Ich glaube, sie ist Profi, und ich bin es, wie die discounterlastige Vergangenheit zeigt, definitiv nicht.

Lunchen schmeckt die durchdachte Gourmetküche.

Mit Discountpreisen haben wir es bei Auenland nicht zu tun. Unsere Hunde bekommen hochwertiges Futter, das wir selbst ohne Bedenken essen könnten. Das Futter wird täglich im eigenen Haus hergestellt, die Beratung ist intensiv und auf das einzelne Tier abgestimmt. Der Familienbetrieb legt großen Wert auf den persönlichen Kontakt, beste Qualität und die eigene Produktion. Wenn wir in den Bioladen gehen, erwarten wir auch keine Dumpingpreise. Genauso sollte es ein Tierbesitzer sehen, wenn er Auenland wählt.

Lunchen schmeckt die Gourmetküche und ich bin auf den Geschmack gekommen. Meine Neugier ist groß. Das kann es noch nicht gewesen sein. Am 21. Mai findet ein Nachhaltigkeitsmarkt statt. Dort sind wir von #imländle mit dabei. Außerdem will ich wissen, wie Lunas Hundefutter hergestellt wird. Nein, noch besser – ich werde es selbst erfahren, mit anpacken und in der Produktion mitarbeiten. Und überhaupt, wie kommt man von der eigenen Küche zur Tierfuttermanufaktur? Es bleibt spannend mit Auenland- Konzept #imländle.

 

 

 

 

Blick hinter die Kulissen mit Snapchat- Aufnahmen aus vergangenen Tagen.
 Shopping mit Luna.

 

Lunchen macht den Futtertest.

 

Blick in die Produktion.

 

 

 

 

Hinter jedem #imländle-Beitrag stecken viel Planung, Zeit und Leidenschaft.
Darum ist gewerbliches Storytelling nicht kostenlos.
Die Themen werden mit Bedacht und verantwortungsvoll gewählt. Egal ob bezahlt oder nicht, der #imländle Lesestoff ist immer authentisch und mit viel Herzblut geschrieben.
An dieser Stelle herzlichen Dank für das Vertrauen und die spannenden Erfahrungen, liebes Team von Auenland-Konzept. Schön, dass wir gemeinsam Geschichte #imländle schreiben.

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