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SWR-Dreh #imländle

Im Herbst 2016 fahre ich nach Stuttgart zum Südwestrundfunk. Ich bin mit Gabi verabredet, einer Redakteurin von der Landesschau. Als ich in die Eingangshalle laufe, kommt Landei-Stimmung in mir auf. Ganz schön groß und eindrucksvoll ist das alles hier. Gabis Begrüßung fühlt sich vertraut und echt an. Sie ist mir auf Anhieb sehr sympathisch. Wir trinken eine Tasse Tee in ihrem Büro und unterhalten uns angeregt über den Blog und die Landesschau.
Als wir uns knapp eine Stunde später verabschieden, wissen wir beide noch nicht genau, warum wir uns wiedersehen sollten.
Wenige Wochen später ändert sich das. Gabi ruft an und will wissen, ob ich Lust auf einen #imländle-Beitrag in der Landesschau habe. Mein Herz springt vor Freude, selbstverständlich habe ich Lust darauf. Bis es so weit ist, muss ich mich allerdings gedulden. Beim nächsten Telefonat legen wir für Februar 2017 die Drehtage fest, wünschen uns ein besinnliches Fest und sagen Tschüss. Ich rutsche in das neue Jahr, blogge fleißig und spaziere auf meinem Alltagsweg weiter. Der SWR-Termin liegt in weiter Ferne. Ein bisschen wie ein Sommerurlaub, den man im Frühjahr bucht. Der Sonnenuntergang am Strand scheint ewig weit weg – und plötzlich ist es dann doch kurz vor Abflug und wir stehen mit Sonnencreme und Moskitospray in der Schlange vor der Supermarktkasse. Genau so, nur anders, geht es mir zwei Tage vor dem Dreh. Statt im Einzelhandel stehe ich in meinen vier Wänden. Halte kein Spray und keine Creme, sondern Wischmopp und Fensterreiniger in der Hand. Wenn schon Homestory, dann bitte glänzend. Der Großputz macht mir persönlich am meisten Spaß, wenn ich gleichzeitig eine Neugestaltung des Innenraums vornehmen darf. Dabei kann Frau übrigens zu Superwoman mutieren und ungeahnte Kräfte entwickeln. Im Nachhinein habe ich keine Ahnung, wie ich die Glasvitrine durch das halbe Wohnzimmer ziehen konnte. Auch ist mir schleierhaft, wie ich zartes Wesen das mit der Couch und ihrem neuen Stellplatz hinbekommen habe. Was ich Tage später eindeutig wahrnehme, ist der stechende Schmerz in meinem Rücken. Auch an die Dauer der Putzparty kann ich mich ganz gut erinnern. Sie begann am frühen Samstagmorgen, wurde für einen Friseurtermin unterbrochen und endete kurz vor Mitternacht. Gabi sagte später, das wäre alles nicht nötig gewesen. Wahrscheinlich hat sie recht. Trotz Einsicht würde ich es wieder tun. Allein wegen der erneuten Umstellmöglichkeit.
Die zwei Drehtage machen irre Spaß.
Gemeinsam mit Caman Michi und Visagistin Vanessa fahre ich nach Tailfingen. Dort treffen wir zum ersten Mal auf das gesamte Filmteam und ich zum zweiten Mal in meinem Leben auf  Sängerin Elena Seeger. Weil ich über sie schreiben möchte, sie schwäbisch singt und eine ganz besondere Ausstrahlung hat, ist sie die perfekte Wahl für eine authentische Szene aus dem Bloggerleben. Genau das ist es, was der SWR einfangen möchte. Die Fernsehmacher begleiten mich außerdem zu einem meiner Lieblingsplätze, wir gehen mit Luna Gassi und Gabi stellt mir vor laufender Kamera Fragen zum Blog und zu meinem Leben. Die Zeit rennt. Zack, ist der erste Tag vorbei und ich bin platt. Erst jetzt merke ich, wie anstrengend das Abenteuer Fernsehdreh ist. Am nächsten Tag machen wir am frühen Nachmittag mit der Homestory weiter. Endlich darf mein Schuppen für die Kamera glänzen.
Scheiß auf die Rückenschmerzen, die Putzorgie hat sich allemal gelohnt.
Im Anschluss fahren wir bei laufender Kamera nach Bisingen. Wir besuchen die Guggenmusiker „Danamer Krawallos“ bei ihrer Probe. Ich darf mitspielen und interviewe nebenher für eine Blogstory. Mehr gute Laune als bei diesen sehr coolen Trommeljungs geht nicht. Draußen ist es mittlerweile dunkel, die SWR-Crew hat alles im Kasten und es heißt Abschied nehmen. Seltsam, wenn man bedenkt, dass wir die letzten zwei Tage ununterbrochen gemeinsam unterwegs waren. Mit ihnen fahren drei Speicherkarten voll mit #imländle-Leben zurück ins SWR Headquarter nach Stuggitown. Was Gabi aus dem Filmmaterial zaubert, weiß ich nicht. Dass die Stuttgarterin ein Profi ist, habe ich schnell begriffen. Was ich ebenfalls nicht wusste, ist, dass für viereinhalb Minuten Sendezeit bis zu fünf Arbeitstage draufgehen. Vom Planen, Drehen, Sichten, Cutten bis hin zum fertigen TV-Beitrag ist dabei alles berücksichtigt. Ein unglaublicher Aufwand, den es zu schätzen gilt. Darum an dieser Stelle Daumen hoch und eine große Portion Wertschätzung für Gabi und ihr Team. Ich für meinen Teil bin im Moment ziemlich aufgeregt und kann den Mittwoch kaum erwarten.
Danke an alle, die dabei waren.
Danken möchte ich den wirklich extrem netten SWR-Leuten und vor allem der Redakteurin Gabi, die das alles möglich gemacht hat. Vanessa von Art of Beauty, da sie immer wieder schön schminkt und dabei mit ihrer Art die beste Laune verbreitet. Michael Maiber, der wie so oft für die #imländle-Beiträge gefilmt und grandiose Videos gezaubert hat. Der Sängerin Elena, die trotz Grippe den Dreh mit ihrer tollen Art durchgezogen hat. Den Herrschaften vom Verein Tal-Gang Art e. V. für die Vermittlung der Sängerin. Dem Pfarrer Dr. Johannes Zimmermann für seine Unterstützung. Der bezaubernden Inhaberin des Café Lenau. Den Damen von der Boutique ChicSaal für das tolle Outfit. Außerdem den Krawallos, die einfach geil sind – a glückselige Fasnet für euch, Jungs! Vielen Dank auch an den Zollern-Alb-Kurier und die Hohenzollerische Zeitung für den schönen Vorabbericht über die Dreharbeiten und den Sendetermin.
By the way – der ursprüngliche Sendetermin wurde von Montag auf Mittwoch verschoben. #imländle gibt’s am 22.02.2017 ab 18:45 Uhr in der SWR-Landesschau zu sehen.
Bilder: Michael Maiber

1 Comment

  1. imlaendle.me

    22nd Feb 2017 - 14:36

    […] SWR-Dreh #imländle […]

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