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Meine Begegnung mit Doro Pesch

Meine Begegnung mit Doro Pesch

Motorradtreffen Gruol

Im Sommer 2016 findet das legendäre Motorradtreffen in Gruol statt. Metal Queen Doro Pesch erweist der Veranstaltung ein zweites Mal die Ehre. Ich frage ein Interview für Radio Neckaralb live an und bekomme vom Management die Zusage. Wie sich das Treffen angefühlt hat, wie für die 8-jährige Amelie ein Traum in Erfüllung geht und warum Doro viel mehr als ein „Star“ ist, erzähle ich mit dieser Story.

Ich erlebe Doro Pesch im Sommer 2016 beim Motorradtreffen in Gruol. Die Veranstaltung genießt in unserer Ecke übrigens absoluten Kult-Status.

Was 1990 mit kleinen Parties und „Dosenmucke“ an einem Schützenhaus begann, ist zu einem zweitägigen Event mit Livebands und internationalen Künstlern gewachsen. Im Jahr 2007 tritt Axxis auf. U.D.O., Edguy, Bonfire und Doro folgen. Um nur einige der Größen zu nennen.

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Die Location ist mittlerweile ein großes Festzelt auf einem noch größeren Gelände. Bis zu 8.000 Leute lassen irgendwo in der Pampa, auf der schwäbischen Alb, in unserer Heimat an diesem Wochenende die Sau raus. 

Zu verdanken haben wir das den Jungs vom Motorradkeller Gruol. Männer, die gemeinsam Motorrad fahren, ihr Clubhaus höchst professionell führen und nebenher eine solch hochkarätige Veranstaltung organisieren. In ihrer Freizeit wohlgemerkt.

Ich finde ein lautes Dankschön an dieser Stelle angebracht.

DANKESCHÖN.

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Wir sind ziemlich aufgeregt

Als ich im Sommer, mit ein paar Freunden und der 8-jährigen Amelie auf dem Festivalgelände ankomme, tangieren mich die Hintergründe reichlich wenig. Für manche Feststellungen brauche ich erfahrungsgemäß ein wenig länger. Sowieso bin ich viel zu aufgeregt. Habe nicht damit gerechnet, dass das Management von Doro Pesch grünes Licht für das Radiointerview gibt. Und noch mehr. Wir erfüllen der kleinen Amelie einen Traum. Sie ist ein riesiger Doro-Fan und darf ihr Idol heute in echt erleben.

Der Plan steht: Vor dem Auftritt Meet and Greet mit Amelie. Nach dem Gig das Interview für Radio Neckaralb live.

Wir hängen eine Weile im Zelt ab, essen eine Rote und warten. Bernd, der Vorstand vom Motorradkeller, nimmt uns mit in den Backstage-Bereich. Hinterm Zelt stehen Bierbänke, ein Pavillon und ein bunter Bauwagen. Der Wagen ist für Doro und ihre Crew reserviert.

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Wir sitzen und warten wieder. Die kleine Ami ist glaub noch nervöser als ich. 

Sie hat Angst, dass sie nicht weiß, was sie fragen soll. Wir überlegen. Wir finden, die Lieblingsfarbe wäre spannend oder ob die Metal Queen Haustiere hat. Und wir dürfen nicht vergessen, der Doro das Armband zu schenken. Das hat Ami extra für sie gemacht. Mama musste mit ihrem Arm zum Maß nehmen herhalten, damit es der Doro sicher passt. 

Endlich fährt ein kleiner Bus vor. Die Band steigt aus und direkt in den Bauwagen ein. Türe zu. Wir warten wieder.

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Irgendwann geht die Tür auf und der Manager winkt uns zu sich.

Doro lässt die Aufregung vergessen

Dann stehen wir mittendrin. Im Leben der Doro Pesch. Ihre Jungs sitzen um einen kleinen Tisch, stimmen die E-Gitarren und plaudern auf Englisch. Einer von ihnen regt sich auf, weil er seine GoPro im Hotel vergessen hat. Es fühlt sich wie in einem kleinen Wohnzimmer an.

Nur eben mit Schminktisch, E-Gitarre, Lederkutte und Doro mittendrin. Mit ihrer Art fällt es übrigens leicht, die Aufregung binnen weniger Sekunde zu vergessen. Aber hört selbst:

anklicken und reinhören

Amelie ist glückselig.

Doro bereitet sich auf den Auftritt vor und wir stiefeln zurück ins Zelt.

Ich sehe sie zum ersten Mal live. Wahnsinn, wie die Lady mit den Leuten rockt. Es ist wie eine Familienfeier, bei der alle komplett durchdrehen und gemeinsam abgehen.

Das steckt an. Wobei mithalten nicht einfach ist. Ich habe in meinem ganzen Leben nicht so viel Headbanging betrieben wie Doro an jenem Abend. Wahrscheinlich würde es mir dabei ins Kreuz und ich nach Hause fahren.

Daher wackle ich lieber dezent mit. Möchte ja noch das Radiointerview in den Kasten bringen.

Nach dem Gig schaut es erstmal schlecht aus. Weil ich keinen Backstage-Bändel habe, komme ich nicht mehr hinter das Zelt. Einer der Security Männer sagt, die Doro sei schon längst ins Hotel gefahren.

Das will ich nicht glauben und beiße mich fest. Wie ein Pitbull. Die machen das übrigens nicht, weil sie gerne beißen sondern weil ihnen das deutliche Kommando zum Aufhören fehlt. Ich bin froh, dass ich das von der Security überhört habe. Doro und ihre Jungs sind nämlich noch da.

Ob wir das Interview verschieben können?

Als ich endlich wieder hinten und beim Manager stehe, fragt er, ob wir das Interview verschieben können. Nein, ich will die Chance und glaube allzu oft bekommt man diese #imländle nicht. Also empfinde ich auch sein Kommando als nicht deutlich genug.

Schließlich darf ich nochmal in den Bauwagen. Einer der Bassisten zieht sich gerade um. Doro sitzt am Schminktisch und lächelt. Ein wenig müde wirkt sie, aber wir kommen direkt ins Quatschen.

Erstmal über meine Haare. Weil das so viele sind. „Darf ich mal anfassen?“ fragt sie. Da sitze ich nun, irgendwo in der Pampa, auf der schwäbischen Alb in unserer Heimat. Der internationale Weltstar Doro Pesch wuschelt in meinen Haaren und wir kichern wie kleine Mädchen.

Dann plaudern wir über ihre Kindheit, wie alles begann und das Tour- Leben, welches sie um den ganzen Globus führt. Warum ein „normales Leben“ für die gebürtige Düsseldorferin nicht in Frage kommt und weshalb die Fans ihre besten Freunde sind.

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Es ist kein Interview. Es ist ein aufrichtiges Gespräch.

Das alles fühlt sich für mich nach viel mehr als einem Interview an. Es ist ein aufrichtiges Gespräch mit einer Frau, die ihren Mädchentraum lebt. Eine, die keinerlei Starallüren in sich trägt und einfach nur das macht und lebt, was sie tief in ihrem Herzen trägt. Genau das ist es, was diese Frau zu einem Weltstar macht. 

Chapeau und Rock on, liebe Doro.

 

 

 

Das Interview mit Doro gibt’s am 30.11.2016 bei Radio Neckaralb Live zu hören.
By the way: Weil es vom Motorradkeller Gruol noch mehr Spannendes zu berichten gibt, habe ich die Herren im Clubheim besucht und ebenfalls fürs Radio interviewt. Im Dezember dann auch bei Radio Neckaralb live zu hören.

 

 

1 Comment

  1. Radiotagebuch No. 2 – #imländle

    28th Nov 2016 - 10:54

    […] Am Mittwoch, den 30.11.16 um 10:10 Uhr Start der #imländle Sendung mit Doro Pesch. […]

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