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Adventsgedicht


A moi seg ma uns wieder

A moi seg ma uns wieder

Petra Nann I Balingen

 

Inspiriert von Andreas Gabalier und seinem berührendem Song „A moi seg ma uns wieder“. Die Gedanken dazu „runter geslammt“ und nachgedacht. Was wenn wir solch ein Lied für jemanden singen, der am Leben ist?

 

Unsere Zeit auf dieser Erde ist begrenzt.

Die Endlichkeit ist Gesetz. Manche von uns sind gegangen. Der Tod hat sie mitgenommen.

Der gehört zum Leben dazu. Nicht desto trotz: Der Arsch klaut unsere Lieben.

Er dreht den Sound ab. Raubt den Klang. Auch wenn er zum Leben dazugehört und sicher einen verdammten Sinn trägt. Er prägt. Die Begegnung mit ihm tut weh. Zwingt uns in die Knie und frisst das, was für uns tiefe Liebe ist.

 

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Unser Herzensmensch ist weg. Für immer. Nichts, was wir ihm noch sagen können. Wir wollen ihn berühren, ihn noch einmal fühlen. Gute Nacht wispern, was Unbedeutsames in sein Ohr flüstern. Seinen Atem spüren, ihn riechen. Mit ihm streiten, ihn verdammen oder eine kleine Freude bereiten.

Aber er ist weg. Für immer.

Das ist die Endlichkeit. Nichts außer Erinnerung bleibt.

Wie erwachsen wir auch sind. Wie gefasst wir scheinen. Die Trauer lässt uns bis ins tiefste unsere Seele leiden.

Irgendwann schaffen wir es und leben weiter. Lernen wieder zu lachen, fühlen uns ein Stück befreiter. Tragen Blumen an das Grab und kehren gedanklich zum Verstorbenen zurück.

Das ist vergangenes Glück.

Manch bekannter Musiker kann diesen heftigen Schmerz mit uns teilen. Wenn wir in seinen Strophen verweilen, spenden diese Trost. Auch Andreas Gabalier schrieb ein Lied. Sie nennen ihn den Elvis des Schlagers. Der Österreicher singt für seinen verstorbenen Vater und seine tote Schwester. Beide haben den Freitod gewählt. Es ist ihre lebende Liebe, die ihm seither fehlt.

Er hat seinen Schmerz mit „A moi seg ma uns wieder“ verarbeitet. In den Strophen nieder geschrieben, was ihn quält.

Ich kannte ihn nicht, hab sein Lied angehört. Voller Ehrfurcht und Respekt hat es mich zu Tränen gerührt.

 

 

Ich bin aber auch wütend geworden.

Auf mich. Wie kann mir der Alltag den Sinn für das Wesentliche rauben?

Sollten wir die Zeit auf Erden nicht nutzen, um sie mit unseren Lieben mehr zu genießen? Klar sind wir im Fluss. Bewusst optimistisch. Voller Life Balance zehren wir uns nach dem, was Leben ist. Auch wenn es immer wieder die Freude an dem was ist, frisst.

Viele unserer Lieben sind noch da. Wie selbstverständlich nehmen wir sie wahr. Sind genervt. Daran gewohnt, über Kleinigkeiten zu streiten. Sehnen uns. Sehen sie, aber haben keine Zeit, um in ihrem Blick zu versinken und das Leben zu begreifen.

Mit diesem Gedanken hab ich das Lied gehört. Mich gefragt, wie sehr unsere Selbstverständlichkeit die tiefe Liebe für das was ist, verzehrt.

Hab mir überlegt, wie es wäre, Hallen zu füllen, Lieder zu singen, Bewusstsein bringen. Kerzen anzünden für die, die unter uns weilen. Was wenn wir öfters Feste feiern für Herzensmenschen, die am Leben sind? Wir ihnen zeigen, wie wertvoll ihr Dasein für uns ist. Keiner von uns den Wert des Anderen vergisst.

 

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Was wenn wir Blumen und Botschaften für die Menschen in ihr Leben tragen. Die immer wieder den nächsten Schritt in den heimtückischen Alltag mit uns wagen.

Wie lange sie bei uns sind, wissen wir nicht. Lasst uns mehr tun, weniger ruhen. Sie berühren und fühlen. Gute Nacht wispern, was Unbedeutsames in ihr Ohr flüstern. Den Atem spüren, sie riechen. Mit ihnen streiten, sie verdammen und viel öfters eine kleine Freude bereiten.

Wir könnten jeden Tag unsere lebenden Herzensmenschen fragen: „Wann sehen wir uns wieder?“

Darum schreibe ich , diesen Songtext nieder:

 

 

Wann sehen wir uns wieder?

 

Das mit uns

ist vom Schicksal her bestimmt

Bei dir darf ich sein, wie ein Kind

Spür´s ganz tief, seit wir Freunde sind

Bist ein Mensch, den ich über alles lieb

Bist voller Kraft und voll am Leben

Was für ein Glück und großer Segen

Ich sing es laut

und jeder soll es hören

du bist hier, du bist am Leben

du bist am Leben

 

Sag, wann

sehen wir uns wieder

Wann tun wir das von was wir träumen?

Die Endlichkeit streckt sich nicht ewig nieder

Lass uns das Hier und Jetzt nicht allzu oft versäumen

 

Alles

was wir tun

schafft die Erinnerung

Und schon wieder wird mir klar

verdammt du bist jetzt da

Unglaublich wertvoll

ist jedes Wiedersehen

Keinen Moment will ich hergeben

Vollgas mit dir leben

 

 

Sag, wann

sehen wir uns wieder

Wann tun wir das von was wir träumen?

Die Endlichkeit streckt sich nicht ewig nieder

Lass uns das Hier und Jetzt nicht allzu oft versäumen

 

Ich bin für dich da

die ganze Lebenszeit

Unsere Freundschaft lebt

bis in Ewigkeit

 

Sag, wann

sehen wir uns wieder

Wann tun wir das von was wir träumen?

Die Endlichkeit streckt sich nicht ewig nieder

Lass uns das Hier und Jetzt nicht allzu oft versäumen

 

Die Endlichkeit streckt sich nicht ewig nieder

Lass uns das Hier und Jetzt nicht allzu oft versäumen

 

 

***

Vielen Dank, für Deine tolle Unterstützung bei den Lyrics, lieber Carsten.

 

 

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