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Äffle & Pferdle und der Heiko

Äffle & Pferdle und der Heiko

Menschen & Lifestyle I Heiko Volz I Stuttgart
Von alten Zeiten, verstaubten Fernsehgewohnheiten und schwäbischem Kult. Erfahrt mehr über die Geschichte der legendären  Zeichentrickfiguren Äffle und Pferdle. Swingt mit Heiko Volz den Hafer- und Bananenblues und lernt seinen spannenden Werdegang kennen.

Früher war alles anders und manches besser. Erinnern wir uns an unsere Fernsehgewohnheiten, können wir uns kaum vorstellen, wie wir mit der beschränkten Programmauswahl überleben konnten.

Damals wussten wir nichts von unserem heutigen Anspruch. Wir waren es gewohnt, von einer netten Ansagerin begrüßt zu werden. Freuten uns, wenn ein Spielfilm gesendet wurde, und kamen damit klar, dass nach den letzten Nachrichten Schicht im Schacht war. Sendeschluss.

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Während des Vorabendprogramms gab es Werbung, aber auch die fanden wir toll. Zumal sich die Sender bemühten, uns nicht nur die Produkte, sondern auch das Fernsehvergnügen schmackhaft zu machen. Zuschauerfreundlich wie heute kaum denkbar wurde die wertvolle Werbezeit mit kurzen Comic-Einspielern aufgelockert.

In den Werbepausen strahlten uns das Äffle und das Pferdle entgegen

Waren wir genervt, dann höchstens von Anton, Berti, Conni, Det, Edi und Fritzchen. Die Mainzelmännchen waren zwar nett, aber eben kein Brüller. Wollten wir mehr, zappten wir voller Hoffnung zum SDR (bei drei Sendern fiel das Zappen recht kurzweilig aus).

Hatten wir Glück, strahlten uns das Äffle und das Pferdle entgegen. Damals war es die Aufgabe des Duos, uns Zuschauer mit schwäbischem Charme zum Lachen zu bringen. Das schafften die Zeichentrickfiguren mit Bravour. Sie wurden zu Kultfiguren unserer Generation und machten den schwäbischen Dialekt salonfähig.

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Das Licht der Welt erblickte zuerst der Gaul. Gemeinsam mit zwei Grafikern entwickelte Armin Lang im Jahre 1959 die Figur „Pferdle“ (inspiriert von dem Stuttgarter Wappenpferd). Diese feierte im darauffolgenden Jahr Fernsehpremiere. Drei Jahre später wurde das Äffle geboren. In den frühen 70ern lernten die Viecher sprechen und Armin textete ihre Dialoge.

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Um der schwäbischen Mundart gerecht zu werden, tingelte der gebürtige Bayer mit seinem Hund regelmäßig durch die regionalen Kneipen. Nicht selten war er an Stammtischen #imlaendle anzutreffen. Dort schnappte er auf, was wir seinerzeit in den Werbepausen zu hören bekamen.

Über die Jahre stieg die Popularität von Äffle und Pferdle. Nach Armin Langs Tod im Jahre 1996 produzierte sein gleichnamiger Sohn weitere Spots. 1999 stellte der Südwestrundfunk die Produktion neuer Einspieler jedoch ein. Die Wiederholungen liefen bis 2001, dann war für die zwei Sendeschluss.*

*Quelle: Wikipedia

Heute finden wir sie im Netz wieder

Heute begegnet uns die geliebte Kindheitserinnerung im Internet, in Büchern, auf Kalendern, auf sportlichen Schokoladenverpackungen, im Radio und bei Promotion-Auftritten.

Dass wir sie immer noch erleben dürfen, haben wir einer Handvoll kreativer Menschen zu verdanken. Unter ihnen sind Armin Lang jr. und Heiko Volz. Heiko kreiert seit 1999 die Äffle-und-Pferdle-Dialoge, ist die Synchronstimme von Äffle und trägt nachweislich zum wieder steigenden Bekanntheitsgrad der Zeichentrickfiguren bei. Bei Facebook ist die Ä&P-Fanseite mittlerweile die zweitgrößte #imländle. Vor ihr steht nur noch der VfB.

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Heiko textet und swingt nicht nur den Hafer- und Bananenblues

Auch sonst ist der gebürtige Calwer kein unbeschriebenes Blatt. Heiko swingt nicht nur den Hafer- und Bananenblues, sondern bringt in der Welt der Medien einiges mehr in Bewegung. Und das seit vielen Jahren.

Heiko lernt Verlagskaufmann, studiert berufsbegleitend Marketing und Kommunikation und startet seine Karriere beim Ehapa Verlag als Marketingassistent. Dort wird er später Marketingleiter und bringt Comiczeitschriften wie Batman, Die Simpsons und Star Wars nach Deutschland. Als die Verlagswelt über die rückläufigen Leserzahlen jammert, dreht er den Spieß um und springt auf die Erfolgswelle der Telenovelas auf. TV-Magazine wie das von „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ sind seiner Kreativität zu verdanken.

Später wird er Mitgründer des Dino-Verlags, Verlagsleiter beim OZ-Verlag, arbeitet für den Jahreszeiten Verlag und ist Verlagsleiter beim Stadtmagazin Prinz. Obendrein ist er Dozent bei einer Fachhochschule und Kung-Fu-Lehrer. Seit einigen Jahren ist Heiko als PR-Berater und Journalist selbstständig und moderiert die Sendung „Wir in Stuttgart“.

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Bei allem, was Heiko arbeitet, swingt, textet und bewegt, bewegt mich seine Lebenseinstellung:

Er verfällt nicht der Karrieregeilheit, sondern genießt den Luxus, den er mittlerweile sein eigen nennen darf: die Freiheit, das zu tun, was ihm Spaß macht.

Für  Äffle und Pferdle hat er mittlerweile über 1.500 Dialoge zu Papier gebracht. Ein großer Traum des Stuttgarter ist es, die beiden wieder beim SWR zu sehen. Bei so viel Herzblut, Begeisterung und Know-how ein greifbares Ziel, wie ich finde.

Lasst uns #imländle die Daumen drücken. Wer weiß, vielleicht können wir bald gemeinsam das TV-Comeback von Äffle und Pferdle feiern. Das wäre ein Spaß!

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Ich flirte nicht. Ich bin verliebt.

Der Schwoba Macher

 

Text: Petra Nann I Bildquelle: Sendeschluss: Fotolia I Ä & P: Heiko Volz

 

 

1 Comment

  1. Über das TV-Comeback von Äffle & Pferdle – imlaendle.me

    24th Mai 2017 - 10:16

    […] Äffle und trägt nachweislich zum wieder steigenden Bekanntheitsgrad der Zeichentrickfiguren bei. Die Geschichte von Äffle und Pferde gab es vor knapp einem Jahr #imländle zu lesen. Im Juli 2016 erzählte uns Heiko die Entstehungs- und Erfolgsgeschichte der Kultfiguren und […]

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