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ChicSaal – zum Ausflippen.

ChicSaal – zum Ausflippen.

Fashion & Beauty I ChicSaal I Balingen

Vor einiger Zeit, noch vor Entstehung des Lookbooks, besuche ich Eva und Christina in der Fashion Boutique in Balingen. Wir unterhalten uns über die Geschichte des Ladens und über die Faszination, die fast alle Frauen teilen: Mode. Erhaltet einen Einblick hinter die Kulissen der Boutique, die uns immer wieder aktuelle Trends für das #imländle Lookbook liefert.

Über Jahre hinweg schlich ich an dem Klamottenladen in bester B-Lage vorbei. Rein bin ich nie. Ich dachte, der Laden sei eine Nummer zu groß für mich und meinen Lifestyle. Irgendwann siegte der Mut. Seither geht es nicht mehr ohne. Schicksal nennt man das. Hätte ich gewusst, was mich erwartet, wäre ich früher über meinen Schatten gesprungen.

Traut Euch, geht rein

Sei es drum, falls ihr die Boutique nicht von innen kennt, empfehle ich wärmstens einen Besuch. Traut euch.

Allein die Location ist es wert. Bunte Blumentapeten, schwere Kronleuchter, Industriemöbel sowie verschnörkeltes Interieur aber auch der kleine Hinterhof, verleihen dem ChicSaal einen unverwechselbaren Charme. Nichts ist perfekt, alles mit eigener Geschichte. Genauso wie wir Menschen eben auch.

Keine Überheblichkeit, pure Herzlichkeit. Warum ich das betone, liegt auf der Hand: Ich hatte Vorurteile, welche in der Modebranche durchaus berechtigt sind. In dem Fall lag ich falsch.

Was sich jedes Mal gut anfühlt, ist die Menschlichkeit

Als ich Eva und Christina zwischen den Jahren aufsuche, spüre ich wieder, was sich jedes Mal gut anfühlt: die Menschlichkeit.

Wir sitzen in der hintersten Ecke des Ladens. Evas Tochter Laura besorgt Laugenstangen vom Bäcker und Christina brüht frischen Kaffee auf. Ich setzte mich mit meinem Notebook an den kleinen Holztisch und kraule Hund Foxy hinterm Ohr. Christina erzählt von ihrem „ChicSaal“ und wie alles begann.

Frisch verliebt, von Stuttgart zurück ins Ländle gekehrt, eröffnete sie 2007 die Boutique Lotus- Shop in der Oberen Kirchstraße. Bitter, dass der Namen bereits vergeben ist. Ein streitlustiger Strickladen-Inhaber verklagt die 25-Jährige. Sie hat keine Wahl. Lotus muss weg und das ChicSaal her. Im Nachhinein ein Segen, findet Christina.

Zu Beginn mit sportlich ausgelegtem Sortiment, ist die Labelauswahl heute, neun Jahre später, femininer geworden.

„Die Mode wächst mit mir und ich mit ihr“, stellt die hübsche Blondine fest.

Wir lieben kleine Manufakturen und Labels, die einzigartig aber bezahlbar sind

Eva zwinkert ihr zu und ergänzt: „Materialen, Stoffe und die nachhaltige Herstellung spielen eine immer größere Rolle. Wir lieben kleine Manufakturen und Labels, die einzigartig aber bezahlbar sind. Mainstream findet bei uns keinen Platz.“

Die zwei kennen sich nicht nur, die mögen sich, geht es mir durch den Kopf, als ich frage, seit wann sie gemeinsam arbeiten.

Beide strahlen, Christina erzählt. Eva ist seit 2010 dabei.

An einem Wintertag, schneit sie mit ihrer Tochter in den Laden, kauft ihn halb leer und kommt seither immer wieder. Die Frauen, verstehen sich auf Anhieb, sehen und treffen sich öfters. Eva, die fünffache Mutter ist, hängt ihren Job als erfolgreiche Modevertreterin an den Nagel und nimmt sich eine Oma-Auszeit. Als der Enkel größer ist und Eva wieder mehr Zeit hat, fängt sie im ChicSaal an.

„Wir sind Freunde“, sagt das Duo zeitgleich.

Nach dem sie mir erzählen, dass sie vor der Arbeit oftmals über eine Stunde telefonieren, am Feierabend und den Wochenenden gemeinsam mit den Hunden spazieren gehen, zusammen in den Urlaub fahren und sich zwischendurch auf einen Kaffee treffen, glaube ich es zweifellos.

Diese tiefe Freundschaft, gepaart mit einem ungemein geschickten Händchen für angesagte Trends sowie die pure Leidenschaft für Mode, scheint eine unbezahlbare Geheimwaffe des ChicSaals zu sein. Ich will wissen, nach welchen Kriterien das Sortiment ausgewählt wird.

Beim Ordern flippen wir aus

„Beim Ordern flippen wir komplett aus“, strahlt Christina. Das hört sich toll an, was auch immer es bedeutet. Die heute 34-Jährige klärt mich auf: „Wir gehen auf Messen und holen uns die nötige Inspiration. Dann buchen wir ein nettes Hotel in München, packen Hunde und Evas Tochter ein und fahren los. Zwei bis drei Tage tingeln wir durch die Showrooms, die in alten Industriehallen und Altbauwohnungen versteckt sind. Wir lassen uns von den neuesten Trends verzaubern, werden von Mode-Vertretern zum Essen eingeladen und lassen es uns gut gehen. “

„Und weiter?“, will ich wissen, als ich verzweifelt feststelle, dass ich meinen Job verfehlt habe. „Abends sind wir platt. Schauen uns die Bilder von den Outfits an. Wählen aus, streichen durch, diskutieren und schlafen eine Nacht darüber. Am nächsten Tag schlagen wir zu. Dann wird die neue Kollektion bestellt.“

Eva ergänzt: „Klar kalkulieren wir. Unsere Auswahl treffen wir jedoch emotional, nicht wirtschaftlich. Uns geht es bei der Order-Tour nicht anders als den Kundinnen beim Shoppen. Wir verlieben uns leider viel zu oft und das aus tiefsten Herzen.“

Eva spricht mir aus der Seele.

Scheiß auf Wirtschaftlichkeit. Shopping ist Liebe.

Zu Hause im ChicSaal freuen sich die Ladys wenn sie die Begeisterung mit ihrer Kundschaft teilen können.

„Egal ob gekauft wird oder nicht. Manche wollen nur stöbern und dabei nicht gestört werden. Auch das kennen wir von uns selbst nur zu gut. Beraten wird so wie es unsere Kunden wünschen. Legen wir los, gibt es oft kein Halten mehr. Wir nehmen uns die Zeit, haben Spaß zu experimentieren und Looks zu kreieren. Die Hunde gehören in den Shop, wie die Spielecke, die Betreuung der Kids und der frische Kaffee für alle. Wir lieben Schnäppchenjäger und Luxus-Shopper gleichermaßen. Bei uns ist jeder willkommen.“

Wieder sind sich die Damen einig und ich weiß, wovon ich spreche. Kleiner Tipp: Mädels, lasst Euch beraten. Es macht so was von Spaß. Ihr werdet überrascht sein, was Euch steht und verdammt gut aussieht. Glaubt mir, ihr werdet ausflippen.

Warum mit drei flirten, wenn das eine die große Liebe ist?

Das ChicSaal liegt, im mittleren bis hohen Preissegment. Umso mehr ich über die Ladies und Labels erfahre, umso mehr erkenne ich den Wert, der hinter dem Preis steckt. Warum mit drei windigen Teilchen flirten, wenn das eine ein ganz besonderes und die große Liebe ist? Das ist ChicSaal.

Ist SALE TIME lassen sich die Inhaberinnen nicht lumpen. Bei Rabatten bis zu 70 % kann man wahrlich nicht meckern. Reduziert wird fast Alles. Wer sich also auf einen Ladenhüter freut, hat schlechte Karten. Während der „regulären“ Verkaufszeit steht ein „Schnäppchenständer“ im hinteren Raum des ChicSaals für die Jägerinnen bereit. Auch dort wird man immer wieder fündig.

Wie geht es weiter mit dem ChicSaal?

Für die Zukunft haben Christina und Eva spannende Pläne und Visionen. Sie wollen mit der Zeit gehen und weiter wachsen. Noch individueller werden, sich von der Masse abheben, Dinge verkaufen, die es im Internet nicht zu finden gibt.

Wir dürfen gespannt bleiben.

Ich finde, das ChicSaal ist eine wundervolle Bereicherung für den Einzelhandel in Balingen. Die Boutique bringt Flair in die schwäbischen Gassen und die neusten Trends zu uns nach Hause.

Freut Euch auf mehr.

Eva und Christina präsentieren Euch #imländle weiterhin die neusten Trends, ihr erfahrt mehr über die Labels, dürft an einem Shooting und an der nächsten Order-Tour teilhaben.

 

 

 

0 Comments

  1. Cowgirl – #imländle

    10th Mai 2016 - 9:09

    […] Chicsaal zum ausflippen […]

  2. ZUCKERWATTE & FASHION – #imländle

    2nd Jun 2016 - 15:40

    […] Chicsaal – zum ausflippen […]

  3. Ein Lookbook Eintrag – der keiner ist. – #imländle

    29th Jul 2016 - 10:20

    […] Die Boutique ChicSaal […]

  4. Wie wir Haare gesund tönen – #imländle

    18th Okt 2016 - 10:25

    […] ChicSaal – Zum Ausflippen […]

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