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TV- Redakteurin #imländle gestrandet

TV- Redakteurin #imländle gestrandet

Stefanie Ehlers, 27 Jahre I Tübingen

Am Mittwoch ist Drehtag. Stefanie kommt nach Balingen und #imländle ins Fernsehen. Die sympathische RTF.1- Redakteurin schenkt uns einen amüsanten Artikel. Sie berichtet als Neigschmeckte von ihren Erfahrungen mit dem schwäbischen Völkle.

Ich bin an der Ostsee geboren. Auf Rügen. In einem Ort, in dem sich die Touristen im Sommer gegenseitig in die Hacken treten und im Winter promenaden-zerstörerische Wildschweine die einzige Attraktion sind.

Seit ich arbeiten kann, verdiene ich mein Geld im TV-Journalismus. Das dafür nötige Studium in Berlin habe ich im Schnelldurchlauf absolviert – nicht etwa, weil ich sehr strebsam war, eher, weil Berlin für mich eine prägende Stadterfahrung gewesen ist. Sie bündelt für mich alle schlechten Eigenschaften einer Stadt. Mein Stresslevel steigt bis in meine Stirnhöhle, sobald ich aus der Bahn steige und am Hauptbahnhof stehe.

Ich will nie wieder nach Berlin.

Und das muss ich auch nicht. Ein Jahr lang war ich in Tübingen nur Gast, seit einigen Monaten ist die Universitätsstadt mein Zuhause und RTF.1 mein Arbeitgeber.

Hier „hebt man“ und hält dann etwas fest.

Anfang November ’13 bin ich das erste Mal am Tübinger Hauptbahnhof aus dem Regionalexpress gestiegen – vier Tage Tübingen, bevor es wieder in den Norden gehen sollte. Weil Bahnhöfe eher einen internationalen Touch haben, ist mir der sprachliche Unterschied nicht sofort, sondern erst später in der Altstadt ins Ohr gegangen. Nicht nur einmal musste ich mich bei meiner Begleitung vergewissern, ob ich schwäbische Mundart höre oder ein ausländische Sprache.

Baden-Württembergs Claim ist nicht umsonst:

“Wir können alles, außer Hochdeutsch”

Hier “hebt man” und hält dann etwas fest.

Man wünscht sich ein “Gutes Neues” kein frohes.

Für die richtige Konsistenz von schwäbischem Kartoffelsalat gibt es ein wichtiges Kriterium: schlonzig. Kein Brei, aber eben auch ohne feste Stücke.

Menschen, die hier herziehen nennt man “Neigschmeckte”.

Karneval, wenn das dem Norddeutschen überhaupt wichtig ist (ist es nicht) – nennt man hier “Fasnet”.

Aber die Schwaben sind mehr als ihr Mund

Als Universitätsstadt ist Tübingen sprachlich bunt gemischt, und auch die schwäbische Mundart begegnet mir nicht jeden Tag. Wenn ich beruflich allerdings viel #imländle unterwegs bin, dann kann’s schon mal kritisch werden. Dann ist es gut, wenn ich einen heimischen Kameramann dabei habe. Als Dolmetscher.

Aber die Schwaben sind mehr als ihr Mund, wo sie es mit dem Hochdeutsch und der Sprache nicht so ganz genau nehmen, umso genauer nehmen sie es im Straßenverkehr. Ein Fahrradfahrer gehört auf die Fahrbahn, nicht auf den Fußweg –  wer einmal von der Straßenverkehrsordnung abweicht, riskiert quer über die Straße, aus einem PKW heraus angebrüllt zu werden. Gleiches gilt für in der Richtung festgelegte Spuren für Radfahrer und Fußgänger. Folge immer dem Pfeil, immer.

Der Schwabe trennt Müll, OHJA! Auch wenn Müll nur eine Silbe hat und er diesen Wortwitz übrigens auch nicht lustig findet. Müll wird getrennt, und wenn der Hausmeister in der Haustonne falsch getrennten Müll findet, dann folgen zwei Zettel mit Ausrufezeichen, vor denen selbst Til Schweiger zurückschrecken würde.

0 Comments

  1. Die verrückte Welt der Online-Redakteure – #imländle

    27th Apr 2016 - 17:16

    […] TV Redakteurin #imländle gestrandet […]

  2. Fashion & Beauty – Shootingtag in Balingen – #imländle

    2nd Mai 2016 - 20:53

    […] ist wieder fleißig am ablichten und RTF.1-Steffi huscht mit ihrer Kamera zwischen uns rum. Angi und Greta sehen mit ihrem professionellen Make-Up und […]

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